Kindergarten
Schwester Elisabeth und Schwester Annemarie (Braune Schwestern) in den 1930 Jahren waren die ersten Kindergärtnerinnen in Welterod.
von links nach rechts: Schwester Annemarie, Gertrud Hilge, Willi Hafer (Pflegekind bei Göller in Strüth), ?…?, Elisabeth Saueressig, Elisabeth-heute Hilge-Tiefenbach -(Pflegekind bei Knorr) Karlheinz Kern, Klaus Hartung, Ernst Bickert
Mittlere Reihe von links nach rechts:
Hildegard Göller, Liselotte Vogel, Christel Göller, Rose Strack, Hans Schwarz, Günter Bürre, Sonja Rosenthal(Pflegekind bei Bubinger) Günter Breitenbach, Karlheinz Kolmann (Mackauer), Erika Göller.
Vordere Reihe von links nach rechts:
Gisela Schuhmacher (Tante v. Karin Hilge) Gertrud Spriestersbach, Walter Hilge, Hannelore Schuhmacher, Ursula Kurz (Pflegekind bei Hertling/Hehn), Walter Bubinger. (Bild Archiv Bernd Köhler)
Obenstehende Aufnahme entstand 1937 vor dem Haus Nr.76 (alt) – heute Espenschieder Weg 1 – Höchstwahrscheinlich gingen schon von Anfang an, auch Kinder aus Strüth in den hiesigen Kindergarten, wie auf obenstehenden Bild zu sehen ist. Ab den 1960er Jahren kamen auch Kinder aus Lipporn und später aus Espenschied hier nach Welterod.Später in den 1940er Jahren war der Kindergarten vorübergehend im – Hirtenhaus – (Espenschieder Weg 3) Kindergärtnerin war Martha Salzmann.
- August 1941 – 15.03.1944 arbeitet Hildegard Schmidt (später verh. Marx, rechts hinten) aus Strüth als Kindergartenhelferin bei Schwester Martha Salzmann (später verh. Bärz, links hinten). Der Kindergarten befand sich im heutigen Hause Rheingaustrasse 2.
Bei Kriegsende war auch vorläufig Schluß mit den Kindergarten.
(Bild Archiv Bernd Köhler vor Haus Rheingaustr. 2)
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Aber schon in 1945 übernahm die Pfarrei den Kindergarten von der NSV. Ab 1. Mai wurde Miete an die Vermögensverwaltung der Hedwig Schönberg, Unterdorf 2, gezahlt (heute Haus Rheingaustr. 2). Hildegard Marx fängt am 15. Mai 1946 wieder als Kindergartenbetreuerin an. Am 15.10.1946 ist dann vorläufig, wegen Mangel an zu betreuenden Kindern, Schluß.
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Später gibt es im Hause Rheingaustr. 34 ( genannt Andrese Haus ) wieder einen Kindergarten.
Auf nebenstehendem Bild (ca. 1951-52) ist Gerhard Beilstein vor Haus Rheingaustr. 34 mit seinem „ Steinkauter ” Uropa Karl Schmidt (Vater seiner Großmutter Wilhelmine geb. Schmidt) zu sehen.
Das Haus wurde in 2022 abgelegt.
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Mit Einweihung des Gemeindehauses am 6. und 7. Juli 1952 erfolgte der Einzug in das „ Bundeshaus ” am Eingang rechts, mit kindgerechten Toiletten. Hildegard Marx betreute weiterhin die Kinder von Welterod und Strüth. Die Strüther Kinder bringt sie, sich haltend an einem festen Strick, immer von Strüth aus mit und nimmt sie auch wieder mit zurück. Gisela Lanio ist später ab ca. 1958 ihre ihre Kindergartenhelferin.
Nach dem Bau eines Schwesternhauses mit Kindergarten, Kindergärtnerin-Wohnung, sowie Behandlungsraum der Gemeindeschwester und Wohnung, erfolgte die Einweihung am 1. Advent 1963 (Sonntag 01. Dezember) und der neue Kindergarten wurde bezogen.
Nach dem Umzug in den neuen Kindergarten wurde in den Räumlichkeiten im Bundeshaus die Filiale der Volksbank untergebracht.
Der neue Kindergarten
(Foto von Hans Jürgen Maus)
1975 wurde ein Kindergartenzweckverband – als Träger der Kindergarteneinrichtung – der Vogtei- Gemeinden Welterod, Lipporn und Strüth gegründet.
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Ein Erweiterungsbau des Kindergartens mit
Küche, Geräteraum und einem Personalraum
erfolgte in den Jahren 1977/78.
Hier eine Kopie der Zeichnung.
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Ein weiterer Erweiterungsbau mit zweitem Gruppenraum entstand in den Jahren 1992/93.
Der Kindergarten hatte Öffnungszeiten vormittags und nachmittags. Dem Wunsch der Eltern folgend, wurden 2001 Blocköffnungszeiten von 7.00 bis 14.00 Uhr eingeführt, um Müttern eine Möglichkeit für eine Halbtagsbeschäftigung zu ermöglichen.
In 2009 wurde auf Nachfrage der Mütter, für eine längere Berufstätigkeit, die Möglichkeit einer Ganztagsbetreuung mit Mittagessen eingeführt. Die Öffnungszeiten sind nun von 7.00 bis 16.00 Uhr.
Die Essensversorgung wurde von Essen auf Rädern der Stadt Nastätten gewährleistet und später vom Seniorenstift in Katzenelnbogen.
2009/10 wurde im Rahmen des Konjunkturprogrammes II in Rheinland-Pfalz eine energetische Sanierung des Kindergartens zur Verbesserung der Wärmedämmung und Energieeinsparung ermöglicht.
Die Gebührenfreiheit für Kindergartenplätze in Rheinland-Pfalz 2012/13 und die Möglichkeit Kinder ab dem ersten Lebensjahr aufzunehmen, stellte die Einrichtung erneut vor neue Aufgaben und Herausforderungen.
Der Zweckverband mietete die Erdgeschoßwohnung vom ehemaligen Schwesternwohnhaus (vormals Wohnung der Kindergärtnerin und Behandlungsraum der Gemeindeschwester bis 30.09.1983, dann vermietet.) an, baut die Wohnung um für die Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren. Schlafmöglichkeiten und ein Personalraum wurden eingerichtet. Die Nachfrage von Eltern für solche Kitaplätze war da und Anfang 2013 konnten auch 2 Kinder ab dem 1. Lebensjahr in die Einrichtung aufgenommen werden.
Ein Wunsch von vielen Eltern und dem Elternausschuß eine ausgewogene gesunde kindgerechte Ernährung nach DGE-Stand (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) entstand in 2015.
Durch die Öffnung des Kindergartens für Einjährige war eine Umstellung der Essensversorgung dringend geboten. Da kein Lieferant die gewünschte Qualität für eine Ernährung nach DGE-Standart zusagen und leisten konnte, reifte die Idee:
„ Wir kochen selbst ”.
Es folgten Besuche von Infoveranstaltungen zu dem Thema, Gespräche mit dem Gesundheitsamt und Veterinäramt des Kreises. Ein Förderantrag aus LEADER-Projekt brachte den Durchbruch.
2017/18 konnte geplant werden, die Küche wurde umgebaut und eine Hauswirtschaftskraft eingestellt. Nachdem alles vom Veterinär- und Gesundheitsamt begutachtet und genehmigt wurde, war es dann im Mai 2018 soweit, daß frisch gekocht werden konnte.
Auch die Nachfrage nach Kitaplätzen nahm in unserem Einzugsbereich erfreulicherweise zu und der Zweckverband als Betreiber der Kindertagesstätte, sowie die Kita-Leitung sahen sich gezwungen zu reagieren und neues Platzangebot zu schaffen. Eine Einbeziehung der oberen Wohnung (früher Wohnung der Gemeindeschwester und später vermietet) wurde als nicht genehmigungsfähig abgelehnt.
Eine Umgestaltung des bestehenden Kitabereichs und einen weiteren Anbau wurden nahegelegt. Schnell wurden erste Entwurfsskizzen erstellt, Ideen und Vorschläge des Kitateams in die weitere Planung aufgenommen. Ein konkreter Vorentwurf konnte erstellt, dem Zweckverband und den zuständigen Behörden, zur Prüfung, bezuschuß- und genehmigungsfähig unterbreitet werden.
Der Bauantrag wurde eingereicht und im Februar 2018 genehmigt. Eine Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn wurde gestellt und Zuschuß aus Fördermittel des Landes.
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Die Arbeiten für den Anbau und die Umbaumaßnahmen konnten beginnen und wurden währen des laufenden Betriebes durchgeführt.
Ende 2018 wurden die Arbeiten beendet. Am 01.02.2019 wurde die neue Betriebserlaubnis für die 3. Kitagruppe und für 15 zusätzliche Kitaplätze genehmigt.
Der neue Kindergarten (Bild Bruno Birkenstock)
Im Hintergrund der ursprüngliche Bau aus 1963, in der Mitte der erste Anbau aus 1977/78, ganz hinten der zweite Anbauaus den Jahren 1992/93 und im Vordergrund der neueste Anbau mit barrierefreiem Zugang zum Eingang und zur Freifläche.
Verfasser: Christa Debus und Heinz Hilge
Teilweise Recherchen durch Unterlagen im Pfarrhausarchiv u. von mündlichen Berichten von G.Buhlmann. Belege im Rathausarchiv MKW-Rechnungen für NSV-Kindergarten Strom Dezember 1942 – Februar 1943 für Haus Nr.2/heute Rheingaustr. 2